2005 Gamlitz Opatija Mittertrixen

In vier Tagen (05.-08.05.2005) von Wien, via Bruck/Mur(Peggau) und Treff mit Franz 750er Suzuki, Richard Suzuki 750 GS (BJ 1977!) aus Eferding, ‚Wiesl‘ Walter, Honda Africa Twin 750, Andreas KTM LC4 640 Adventure (aufgrund Kettenriss nur bis Vordernberg 🙁 aus Linz, Doris Suzuki Bandit 600 aus Ternitz und mir (Kawasaki ZR-7),  per Zwischenstopp und Nächtigung  in Leutschach (Steiermark), Opatija (Kroatien), Mittertrixen(Kärnten) nach Wien retour. Tatsächlich gefahrene Kilometer am ersten Tag 291, am zweiten 460 km, am dritten 393 km und am vierten Tag 320. In Summe 1464 km. Kürzer gehts sicher, aber ‚verfahrer‘ gehören eben auch dazu.
Was vorher passierte…
Eigentlich wollten sich noch zwei Freunde der Tour anschließen, allein aus beruflichen Gründen war’s leider nicht möglich.
Aus der letzten Tour gelernt, war die tägliche Kilometerleistung mit rund 300 angesetzt.
Voraussetzung für mich immer: keine Regenwetterprognose. Lt. Metereolügen bestand zumindest die Chance auf trockene Fahrbahn; also auf geht’s:
1. Tag, Start in Wien
10:00 Wetter schaut gut aus. Civi und Tankrucksack sind gepackt. Also los Richtung Ternitz und Doris auflesen. Entlang der B17 und pünktlich um 11.30 in Ternitz. Weiter gings Richtung Bruck/Mur und via 335 nach Pernegg zum vereinbarten Treff mit den Freunden aus Linz/Eferding.
Hier erhielt ich Mitteilung, dass Andreas (Kettenriss im Ennstal) nicht mehr, und die anderen mit Verspätung ankommen würden.
Entlang der B67 durch Franz Fuchs bekanntes Gralla (Bajuwarische Befreiungsfront) nach Leibnitz, Gamlitz und Leutschach.
Nachdem mein Garmin-GPS in klein-kleinsten Ortschaften leider auch nicht den richtgen Weg findet, mussten jene Freund‘ und Helfer aushelfen, welche dies ja wissen müssen (erstes Bild)
 Urlaub am Bauernhof
Fam. Kure
Schloßberg 38
8463 Leutschach
Tel: 03454/6765
www.weinbau-kure.com
Begrüßt wurden wir nicht nur mit Eigenwein und herzhafter Brotzeit (alles aus eigener Produktion), sondern  kurzfristig wedelte auch der ‚Nachbarshund‘ durch den Hof. Wurde allerdings sofort in sein ‚Domizil‘ verbracht.
‚Mechaniker‘ Richard – verhalf im laufe der Tour sich selbst und Doris zu neuem Abblendlicht –  nutzte die Möglichkeit zu einer gründlichen Bike-Inspektion. Mit dem Ergebnis, dass  er mir dringendst einen neuen Hinterreifen empfahl. Dieser wurde am nächsten Tag auch montiert. Glücklicherweise konnten wir die Gendarmen auf unangebrachte – aber lt. Auskunft nicht abschaltbare – Nebelschlussleuchte am Dienstfahrzeug aufmerksam machen. Wir sagten Danke für die Hilfe und keine weitere ‚Strafverfolgung‘ zu, und diese revanchierten sich, indem sie ohne Inspektion unserer Bikes abrauschten 🙂
2. Tag, Start Leutschach
7:30 Frühstück und  ab zum neuen Reifen. Von unserer Quartiergeberin bestens organisiert. (Habe zwischenzeitig einen Preisvergleich eingeholt. Mit € 180,– für den Pirelli gutes Preis-Ergebnis.)
10:00 on the road again
Von Franz geführt eine Ehrenrunde Rund um Leutschach Richtung Soboth (Route 69) nach Dravograd. Herrlich!!
 Weiter gings nach Celje, Radece. Nachdem ich dann die Tourführung übernommen hatte, konnten an diesem Tag die geplanten 300 km erheblich überschritten werden. Ich verfranzte mich erheblich bei Sevnice/Senovo.  Es hatte aber auch was Gutes: die auf der Strassenkarte gelb geführten Straßenzüge sind einfach prädistiniert für Motorräder. Schönstes Kurvengeschlängel Richtung Novo Mesto, Metlika, Crnomelj zur Grenze bei Vinica.
 Ab der Grenze gab dann wieder Franz die PS vor. Via Rijeka nach Opatija. Überwiegend bestens asphaltiert, von angehenden (LKW)-F1-Fahrer kurz gebremst und doch etwas kalt empfindend, fanden wir fast auf Anhieb unser Quartier.
http://www.adriatica.net/hotels/hd_de__4ji3l3i3o3j3ph5ji3p__.htm#sobe
Ausser einem abgehobenen Preis hatte das Hotel noch defekte WC-Spülkästen zu bieten. Und das in zwei Zimmern. Und da ich mitten in der Nacht nicht ein drittes mal Zimmer wechseln wollte, wurde die Unannehmlichkeit mit minus 10% entschädigt. Hotellage selbst war aber beeindruckend.
3. Tag, Start Opatija
 9:30 Einfach traumhaft. Entlang der Küste vorbei an Icici nach Vozilici. Nachdem ich wieder die Tourführung übernommen hatte, konnte so richtig nach Laune und Eindruck die Geschwindigkeit gewählt werden. Auch hatten wir in Kroatien kein einziges ‚Geschwindigkeitsbeschränkung Ende-Schild‘ gesehen. Ergo haben wir – ohne zu rasen – auch die Beginnschilder nicht wirklich beachtet. Dass es jedoch Regeln gibt, ergab sich aus der Beobachtung, dass ein Polizist ein Radarmeßgerät aufgebaut hatte, und an diesem Tag auch vermehrt Polizeipatroullien unterwegs waren.
Weiter gings quer durchs Land nach Pazin und  Porec an die Westküste. Hier wieder entlang der Küste nach Novigrad, Umag und Koper.
Beim Grenzübergang Kroatien/Slowenien gab es beinahe eine diplomatische Protestnote. Das freundliche Kopfnicken des Grenzpolizisten quittierte ich mit einem Griff an den Gashebel und nickte ebenfalls freundlich zurück. Dass umgehendst hinter mir die Grenze dichtgemacht wurde habe ich erst später registriert. Nämlich dann, nachdem mich der freundliche Beamte lautstark zurückgerufen hatte…. Nachdem er – noch immer freundlich – nach ‚dokumenti‘ verlangte, machte ich ihn auf seine missverständliche Geste aufmerksam. Ob er in Zukunft Besserung vorhaben wird, konnte ich allerdings nicht ableiten….
Meine Gefolgschaft passierte ohne weitere Verzögerung den Grenzposten, und weiter gings Richtung Postojna. Nachdem die Richtungsbeschilderung doch zu wünschen übrig ließ, bzw. sehr widersprüchlich war, nutzten wir auch kurz die mautpflichtige Autobahn. € 0,80 für ein paar Kilometer.
An Ljubljana vorbei Richtung Norden nach Kranj. Etappenziel: Seeberg-Pass. Obwohl manchmal doch sehr holprig, einfach toll zum Biken. Und wie bei jeder Bergetappe nutzen diesmal die Oberösterreicher den kurzen Anstieg zum Ausreissversuch. Allein sie hatten nicht mit dem österreichischen Grenzbeamten gerechnet. Der ließ die Freunde nämlich solange warten, bis ich ihm bestätigte, dass wir nunmehr komplett seien. Effiziente Arbeitsweise darf attestiert werden.
 Schon beim Downhil nach Eisenkappel beganns zu Regnen. Mit entsprechender Vorsicht setzten wir die Fahrt in der Regenkluft nach Völkermarkt/Mittertrixen fort.
 Fam. Lamprecht
St. Franziski 26
9102 Mittertrixen, Österreich
Tel. +43(4231)2139
Tel. +43(4236)3177
Fax +43(4231)2139
http://www.lamprecht-gw.com/
4. Tag, Start Mittertrixen
08:20 Wiesl führte die Gruppe entlang der 92 über Hüttenberg Richtung Judenburg. Auch trennten sich wieder die Wege. Für die Oberösterreicher gings über die Hohen Tauern letztlich wieder nach Linz/Eferding. Begleitet von leichtem Schneefall und somit doch etwas erfrischend 🙂
 Doris übernahm nun die Fährtensuche Richtung Ternitz/Wien. Von einigen Regentropfen abgesehen wars denn doch auch erfrischend, zumal ja insbesonders unsere Handschuhe vom gestrigen Regen noch nass waren. Kurz wurden via Autobahn ein paar Kilometer gemacht. Über Leoben, Bruck/Mur, Mürzuschlag durch die neue Straßenführung (Tunnel durch Semmering) noch eine kurze Rast in Maria Schutz. Ab Ternitz gings für mich durch einige Platzregen allein gen Hause.