2011 Schottland

    8. Juli bis 24. Juli 2011
insgesamt 5338 KM
mit dabei waren:
mit dem PKW
Wickerl und Helga
Skoda Oktavia
mit dem Bike Roland BMW K1300 GT Franziska BMW F 800 ST Alfred und Christine BMW R 1200 RT Kurt und Elfriede BMW K 1200 GT Kurt Honda CBF 100 R Christian Suzuki GSF 1200 S Froschi Kawasaki ER 6 Manfred Honda CB 1000 R (weiß; blendend gepflegt!) Gerhard und Ursula-Ingrid BMW K 1200 GT
1. Tag: 8.7.2011
Wien – Bayreuth 570 KM; Wetter o.k.
Um 08.00 Uhr treffen mit Roland und Franziska Autobahnraststelle Alland. Bis Melk weiter auf der Autobahn, anschließend Bundesstrasse. Roland ist in bestechender Form. Manchmal fährt er durch Ortschaften schneller als letztes Jahr auf der Autobahn 🙂
Um 11.00  Uhr eintreffen Donauschlinge
.
Wickerl/Helga warten bereits auf uns. Manfred (An- und Abreise Amsterdam mit VW-Bus inkl. geladenem Motorrad). Manfred verfolgt via Google-Latitude die Anreise seines Freundes Christian.
Um 12.00 Uhr treffen Alfred/Christine, Christian, Kurt und Froschi zur Gruppe.
Weiter gehts um 13.00 Uhr. Alfreds Navi (Garmin!) leitet ihn leider nicht durch den vorgesehenen Bayrischen Wald, sondern Richtung Straubing. Aufgrund einer ‚Stauwarnung‘ (Garmin von Roland) gehts per Autobahn gen Bayreuth (Goldener Löwe). Hier treffen auch Kurt/Elfriede zur Truppe.
Den vom Vorjahr bekannten ‚Nix-passiert-Schluck‘ – In der ersten Füllung Nussschnaps – und einige Bierchen gibt es auch heuer wieder am Ende der Route.
 Essen passt. Dem Vernehmen nach dauert das bezahlen über 1 1/2 Stunden. (ich habs leider verschlafen 🙂 und beim Schreiben dieser Zeilen fällt ein: Roland bekommt noch 3,40 für eine ‚untergegangene Suppe‘ – ich werde diese Zeile nach Begleichung löschen.
2. Tag: 9.7.2011
Bayreuth – Bielefeld 432 KM;  super Wetter 24 Grad
Abfahrt 09.00 Uhr. Herrliche Strecke.
 Pause um 10.00 Uhr in Buch am Forst. Schlechter Kaffee. Auch die Bestellkünste von Froschi (keine Milch. kein Zucker. Nur ‚echten‘ Kaffee‘) nutzte nichts. Über viele Autobahnkilometer – unter reger Beteiligung wurde gemessen welche Höchstgeschwindigkeit zu erreichen ist. 240 lt. Tacho. 221 lt. Navi. (Roland führt die Gruppe an)  – gehts nach Bielefeld. Ankommen um 17.00 Uhr. Mein Vorschlag weniger Autobahnkilometer – es kann dann auch erst gegen 20.00 Uhr das erste Bier, inkl. Nix-passiert-Schluck konsumiert werden, wird (vor allem von Froschi) vehement abgelehnt ;-(. Der Zimmerbezug (Hotel Büchner) zeichnet sich ein bisschen schwierig. Ausgerechnet Franziska/Roland bekommen ein ’stinkendes‘ Raucherzimmer zugewiesen. Reaktion des Portiers: ‚Sie sind schon ein bisschen kompliziert. Ergebnis: Ein Zimmer in 5 KM Entfernung.
Leider war ein Essen im – schönen – Garten wegen dem anstehenden Gewitter nicht möglich. Preise hoch. Qualität und Quantität unten. Service eine Katastrophe. Einzig der Portier hatte nach einer heftigen Attacke von Froschi (über 25 Minuten wurde jede Bestellung verweigert) ’sie haben offensichtlich den Beruf verfehlt‘, ein einsehen und spendierte die letzte Runde Bier auf Haus…
3. Tag: 10.7.2011
Bielefeld – Amsterdam 319 KM; 388 nach Den Haag. Wetter hervorragend.
Ab 09.00 Uhr. Alles Autobahn. (Roland führt die Gruppe an…wiewohl anzumerken ist, dass diese Autobahn schon in Wien akkordiert war). Viel Verkehr. Wetter o.k. Ankommen um 13.00 Uhr.

Normalerweise wär’s das (gewesen) für diesen Tag. Um 14. 00 Uhr einchecken bei der Fähre. Franziska  und Roland übernehmen den Check-In für alle. Roland übergibt mit ernster Miene den Pass an mein ‚junges, den Hinterreifen niederdrückendes‘ B(l)eigewicht: der ist abgelaufen! Dabei ist UI nicht mal blond. Naja. Adresssuche der Österreichischen Botschaft in Den Haag. Via Garmin ein Hotel in dieser Nähe und auf gehts. Zuvor noch Buchung der Fähre für den nächsten Tag. Ein zeitgerechtes Retour wär‘ ohnedies nicht möglich gewesen, zusätzlich hatte die Botschaft – nach Tel. Auskunft – einen defekt der  Internetverbindung, und somit keine Möglichkeit zum Ausstellen eines Ersatzpasses. Frau Konsulin wird auch erst morgen Montag aus dem Urlaub erwartet…. Den Haag selbst ist auf jeden Fall eine Stopp wert. Tolle Stadt. Verkehrsberuhigt. Natürlich viel Radfahrer, aber wenig Individualverkehr. Gutes Essen. Hotel Carlton Ambassador (€ 115,–) eine Empfehlung. Superbes Frühstück.
4. Tag: 11.7.2011
Anstatt Newcastle – Ayr gehts für mich Den Haag – Amsterdam 177 KM
09.30 Botschaft. Foto machen. Botschaft. 13.30 ankommen in Amsterdam nach vorangegangener ‚Durchfahrt‘ Amsterdam City.

Bis 16.30 in praller Sonne auf Einchecken gewartet. Spannend war meine erste Begegnung mit einer Fähre. Festzurren eines Bikes. Einen Tag vorher hätten mir meine Freunde ja sicherlich ausgeholfen, so hatten – ausgerechnet – 2 Deutsche Mädels Mitleid. Um 18.15 Bezug der Kajüte. Somit erster Termin auf ein Abendessen um 20.15. Es hatte den Vorteil, dass nach uns niemand mehr auf diesen Tisch gebucht war… ansonsten hast – lt. Auskunft – 50 Minuten fürs Buffet. Schlafen nicht wirklich möglich. Kein Fenster zum Öffnen. Ich fühl‘ mich wie der Helmut Elstner im Knast.
 5. Tag: 12.7.2011
Anstatt Ayr – Fort William gehts für mich Newcastle – Fort William 505 KM
Ab 10.15 nach Moffat (ein Schotte hatte gestern beim Warten auf den Check in diese Route empfohlen. Linksverkehr! Ich gewöhne mich aber schnell daran.  Alles Autobahn. In Moffat gabs das beste Mittagessen auf der Insel. Ich weiß den Namen des Restaurants nicht mehr. Ist aber nicht zu verfehlen. Am Hauptplatz in die erste Hütte rein. Altehrwürdiges Englisch/Schottisches Flair. Die übrigen Gäste entsprachen dem Zeitgeist 🙂 Tolle ’soup of the day‘, Nudeln mit wilden Schwammerl. Wohl aus diesem Grund musste ich nach weiteren 20 Minuten auf der Autobahn eine kurze Rast einlegen. Sekundenschlaf. Nach Glasgow Ende der Autobahn. Richtung Fort Williams wunderschöne Strecke. Vorbei bei Loch Lomond (größter See in Schottland) Frisch. 16 Grad. Bei Castle Stalker stoppten wir kurz. Um 18.30 treffen wir im Hotel ‚Premier Inn Fort William‚ auf die Gruppe
 6. Tag: 13.7.2011
Fort William – Isle of Skye – Fort William 229 KM
Es steht die erste Ausfahrt an, wo alle Biker beisammen sind. Lt. Auskunft wurde gestern ‚mein‘ vorvorletzter Platz freigelassen. Auf den letzten drei Plätzen sind die (Top) oder Doppel-fahrer (inkl. Sozius) vertreten. Aufgrund der Wetterprognose wird auch ein Tourtausch gemacht. Heute fahren wir die geplante Tour vom 14.6. Ich erfahre, dass sich Roland den Garmin von Franziska hat montieren lassen (sein Zumo hatte in den Niederlanden das Kartenmaterial ‚verloren‘; bei meinem Zumo verabschiedete sich der Akku. -> sowohl das Gerät von Roland als auch von mir, funktioniert nach PC-Kontakt, zu Hause, wieder!!)
Ab um 09.00 Uhr. Commando Memorial (ehem. Truppenübungsplatz) mit Blick auf Ben Nevis (höchster Berg Schottlands). Tolles Wetter. Tolle Strecke; auch eine, die einlädt so richtig schön Gaszugeben 🙂
 Zu Mittag sind wir Gäste beim Highländer. Eilean Donan Castle. Besuch desselben. Anschließend gehts weiter nach Isle of Skye.  Mit der Fähre gehts zurück aufs ‚Festland‘ (Mallaig). Auf der Rückfahrt zum Hotel bemerkt Kurt einen Defekt an seiner BMW. Selbst beim Langsamen Fahren ist ein kl. Schlag am Lenker spürbar (BMW-Deutschland wird kontaktiert. Diese organisieren binnen kurzer Zeit einen Mechaniker zum Hotel. Es wird eine Prüfung durch BMW Inverness angeregt. Dies wird am nächsten Tag auch gemacht. Auf der Fahrt dorthin bricht der Kardan…. 🙁
 Nach dem Abendessen wird noch ein Cityspaziergang unternommen. Schöne Stadt. Sehr sauber. Kein Hundstrümmerl. Kein Hund. Einfach prächtig. Roland entdeckt in einem Baum hunderte Spatzen. Also war Baumrütteln angesagt 🙂
7. Tag: 14.7.2011
Fort William – Fort William 301 KM
Nach dem ersten gemeinsamen Tag trennt sich die Gruppe wieder. Die Autofahrer und Elfi gehen Schoppen, Froschi fährt mit uns zu jenen Sehenswürdigkeiten, welche wir am zweiten Tag versäumt haben. Der Rest begleitet Kurt zur Werkstätte. (letztlich bekommt er sein Bike am nächsten Tag wieder. Kosten Pfund 1300,–. Neuer Kardan). Alfred läßt sich bei dieser Gelegenheit gleich seinen – in Wien! – gegen die Laufrichtung montierten Vorderreifen umstecken.
Ab 09.00 Uhr gehts Richtung Glen Coe und Tyndrum. Herrliche Strecke. Wetter o.k. Loch Monond. Dort (leider) etwas zu lang dem See entlang. Nach 20 Minuten bemerkte ich aber den Verfahrer… Bei der ‚Rückfahrt‘ kurz in Luss pausiert. Froschi genehmigt sich einen Kaffee. UI und ich schauen uns die kleine Ortschaft (lauter kleine, mit Blumen verzierte Steinhäuser) an. Kurz nach Inveraray Castle fragte Froschi ob wir eine Schlossführung machen wollen (dies hat die Gruppe ohne uns gemacht). UI: nein. Also braust Froschi zum entsetzen von UI beim Schloss vorbei. Ohne Foto. Nur ein kleiner, aber schöner Blick beim vorbeifahren…. Nachdem wir auch bei Kilchurn Castle vorbeifuhren (es waren die einzigen ‚Führungskilometer‘ von Froschi) musste ich für ein Foto kurz retourfahren. Fazit: ein prächtiger, halber,  Bikertag mit Froschi. Kein einziger Autobahnkilometer.
   Loch Lomond                                   Luss                                                   Kilchurn Castle

Um 15.00 Uhr gehts per Taxi zur Ben Nevis Distillery. Nachdem wir es verabsäumt hatten im Hotel das Abendessen zu buchen (kein Platz mehr) mussten wir mit dem ‚Morrissons‘ vorlieb nehmen. Selbstbedienungsrestaurant ähnlich unserem Merkur. Aber Fisch und Chip stillten den Hunger
8. Tag: 15.7.2011
Fort William – Inverness 240 KM
Ab 09.00 Uhr Richtung Glen Coe (auf Empfehlung von Froschi – wir hatten diese Strecke ja gestern schon). Im Tal der Tränen erinnerte uns Franziska an das 1692 stattgefundene Massaker am MacDonalds-Clan. (ich glaub nicht, dass sie sich für diesen ‚Auftritt‘ gesondert vorbereitet hat; sie hat’s einfach drauf. In Unkenntnis aller Daten und Fakten nehm‘ ich an es stimmte jedes Detail 🙂 Nach einem kurzen Stopp in einem kleinen Schigebiet gehts wieder retour Richtung Fort William/Inverness. Wiederrum prächtiges Wetter. Mittag in Fort Augustus. Dann Loch Ness Urquhart Castle. Filmvorführung. Kurz durch die Ruine stapfen.
Obwohl das Hotel in Inverness (Premier Inn Inverness Centre) offensichtlich zur gleichen Hotelkette wie in Fort William gehört (beinah identes Inventar) ist hier ein besseres Management am Werk. Gutes Service, tolle Küche (Steaks!)
9. Tag: 16.7.2011
Inverness – Gairloch – Inverness 267 KM
Ab 09.00 Uhr mit Froschi, Kurt, Christian und Manfred auf der ‚langen‘ Strecke Richtung Gairloch whale-watching. (Die zweite Gruppe nimmt die ‚kurze‘ Strecke bereits um 7.45 Uhr). Nördlichste Strecke unserer Reise. Wiederum: exzellent, auch wenn wir uns das erste Mal das Regengewand anziehen müssen. An der Küste entlang – bzw. den ‚Berg‘ hinunter nach Gairloch wirklich beeindruckend schön.
Vorgezogenes Mittagessen und um 12.30 lösen wir die erste Gruppe ab, und auf gehts mit dem Speedboot den Delfinen und Walen entgegen. (Versorgung mit Fernglas und entsprechender wettertauglicher Kleidung inbegriffen). Nach Sichtung einiger Delfine drehte der Kapitän per enger Kurve, das Boot aufstellend zu ein paar Robben ab. Dann gings hinaus zu den Walen. Im Gegensatz zur ersten Gruppe fanden sich bei uns tatsächlich ein paar Wale ein 🙂 Wetter wieder ganz o.k. kein Regen. Gebucht war das Boot für 2 Stunden. Es wurden gut 2 1/2 Stunden daraus.

Bei der Rückfahrt – wie bereits am VM – wollte niemand anderer ‚freiwillig‘ vorfahren, gab’s die erste Single-Road. Gut einen Kilometer lang. Spannend durch die doch enge, kurvig- hügelige Gegend zu fahren. Wir hatten Glück, immer bei Gegenverkehr blieben die Autos schon in der Ausweichbucht zurück. Obwohl zeitweise auch kräftiger Regen, supergut zu fahren. Die Schotten haben einen auch bei Regen griffigen Asphalt.
10. Tag: 17.7.2011
Inverness – Fort GeorgeCawdor Castle – Inverness 55(!) KM
Ab 10.00 Uhr Stadtbesichtung bei dichter Wolkendecke. Mittagessen bereits bei herrlichem Sonnenschein.
 Ab 14.00 Uhr auf nach Fort George. Besichtigung (inkl. Audio-Guide; -> empfehlenswert). In Cawdor Castle bezahlen wir Alfred den Eintritt (pro Person Pfund 9.50 fürs gucken…), damit er uns mit einigen Fotos versorgen kann. Nachdem wir schon dort sind, wollen wir das auch beweisen… für Froschi natürlich eine aufgelegte Sache: Alfred soll das beim nächsten Schloss wieder für uns erledigen.
 Cawdor Castle
11. Tag: 18.7.2011
Inverness – Perth 225 KM
Ab 08.30. Nach kurzer Strecke, Kurt überlegt sich, ob er nicht schon das Regengewand anziehen sollt‘, ist er sich sicher, dass er selbiges im Hotel vergessen hat. Alfred begleitet Kurt zum Hotel zurück. Wir anderen nutzen den Stopp um uns das Regengewand überzuziehen. Wirklich regnen tut’s erst auf dem der Route gelegenen Schigebiet Lecht, aber es ist etwas frisch. Sitz- und Griffheizung sind schon eine gute Erfindung….
Bei Balmoral Castle (Sommerresidenz der englischen Königsfamilie) warten wir auf Fredi und Kurt. Besichtigung wieder mit Audio-Guide. Weiter zu Braemar Castle und dem größten Schigebiet Schottlands (Glen Shee). Der jetzt folgenden berühmt berüchtigte Raserstrecke inkl. Kompressionskerben auf dem Asphalt, fehlten letztlich dieselben. Roland, Franziska, Alfred und Christine hatten diese aber 2005 noch gesehen. Durch die Ankündigung bin ich aber wohl zu verhalten durch die hügelige, kurvige Gegend gefahren. Der letzte ‚Kick‘ fehlte vielleicht, aber trotzdem eine Empfehlung wert. Bei Scone Palace leisteten sich UI und ich den Eintritt. (Rest der Truppe frequentierte die große Parkanlage inkl. Kaffeepause) Tolle Exponate! Hervorzuheben die Gefäße aus Pappmache.
 Das Hotel in Perth (Huntingtower Hotel) entspricht dem gehobenem Standard. Vorzügliche Küche. Allein die externen Zimmer (Lounge) werden wohl noch adaptiert. Leider wurde mir eine Lounge zugewiesen..
12. Tag: 19.7.2011
Perth – Edinburgh 181 KM
Ab 08.30 Richtung Stirling Castle. Besichtigung inkl. Audio-Guide. Wieder: empfehlenswert. Hauptwohnsitz der Stuarts. Weiter nach Falkirk Wheel. Schiffshebewerk ähnlich einer Schleuse. Im Hotel in Edinburgh (Kildonan Lodge Hotel) folgt die Entschädigung für Perth. Große Suite. Alles Top. Das beste Zimmer erwischt.
 Um 15.00 Uhr fahren wir per Bus in die City. UI und ich schauen zum Edinburgh Castle. Die meisten aus der Gruppe kennen dieses bereits und machen sich Richtung Holyrood Palace auf. (Schloss wo die meiste Zeit Maria Stuart residierte). In einem kleinen Pub genehmigt ich mir ein kl. Bier und einen Royal Lochnagar. Ich habe einen neuen Whiskey-Favorit. Ein Bierchen im Hardrock Cafe und ein Rundgang im nebenan liegenden Dom-Cafe. Auch eine Besuch wert. Abendessen im Filling-Station.
13. Tag: 20.7.2011
Edinburgh – Newcastle upon Tyne (Fähre) 196 KM
Ab 09.00 Uhr endlich bei richtigem schottischen Regen. Anders der geplanten Route fahren wir die kürzere Strecke die Küste entlang (diese hatte uns auch der Schotte beim Warten auf die Fähre in Amsterdam empfohlen). Durch den zeitweise heftigen Regen, kommt die Betrachtung der Umgebung ein bisschen zu kurz… Griff- und Sitzheizung empfehlen sich wieder..
Anders als in Amsterdam erfolgt das Einchecken zügig und ohne langes Warten.
Auf der Fähre macht Froschi (152 hoch) einen farbigen Soldaten der britischen Army aus. Geschätzte 199 cm hoch, und beinah so breit als Froschi hoch. Er bekam seinen Fototermin 🙂
 Fähre: wie bei der Hinfahrt. Knastcharakter.
14. Tag: 21.7.2011
Amsterdam – Luxemburg 480 KM
Ab 10.30 Uhr von der Fähre. Manfred (lädt sein Moped wieder in den Bus), Alfred, Christine, Kurt, Elfriede, Wickerl und Helga machen sich auf den direkten – Autobahn – Weg nach Hause. Roland, Franziska, Kurt, Christian, Froschi, UI und ich haben geplant, uns via Luxemburg, Lindau und Berghof noch ‚die Gegend‘ anzusehen.
Nach Abfahrt von der Fähre und Begutachtung meines Hinterreifens entschließe ich mich in Den Haag (lt. Navi gibt’s dort zwei BMW- Händler; in Amsterdam nur einen) zu einem Service-Stopp. (ich möchte nicht – wie zuletzt zu Ostern in Mariazell – meine Kennzeichen an die staatliche Hoheit abgeben müssen…) Der Reifen ist, offensichtlich wegen dem griffigen Asphalt in Schottland bis auf die Grundmauern abgefahren. Obwohl ich in Wien einen nagelneuen Reifen drauf hatte.
Nach einer ’soup of the day‘ in Den Haag geht’s um 13.00 Richtung Luxemburg. Die Gruppe um Roland fuhr via Utrecht und Liege nach Luxemburg. Alles Autobahn. Zweimal musste das Regengewand angelegt werden. Irgendwie hatte ich mir den Sommer auf dem Kontinent anders vorgestellt. Kurz vor Luxemburg trafen wir bei einer Tankstelle wieder zusammen. Über weite Strecke war ‚zügiges‘ Fahren möglich 🙂
Bei der Anfahrt zum Hotel Hilton (Preis o.k; Interieur vielleicht nicht ganz auf Hilton Niveau) hat Franziska ein Pub (oder doch ein Puff?) entdeckt. Nachdem sich Froschi das Versprechen geben hat lassen, dass das ‚Lokal‘ max. hundert Meter entfernt ist, marschieren wir los. Nach gezählten 117 Meter erreichten wir die Hütte. Betrieben wurde das Lokal von einer angeheiterten ‚Dame‘ unterstützt von weiteren weiblichen Publikum. Bei meiner Frage nach der Toilette wurde nicht der Weg dorthin beschrieben, sondern ‚tragbare Hilfe‘ angeboten. Wir tranken unser Bier aus und machten uns auf den Weg zum Hotel zurück. Das Essen im Hilton war gut. Der Preis aber auch (Buffet exkl. warme Speisen € 23,–; inkl. 29,–)
15. Tag: 22.7.2011
Luxemburg – Bad Wörishofen 566 KM
Ab 8.30 Uhr. Leichter Regen. Entgegen der Planung in Lindau Stopp zu machen, vereinbaren wir, dass heute etwas mehr Kilometer abgespult werden, damit wir Tags darauf ehest zum Berghof (Gröbming) gelangen. Also auf nach Bad Wörishofen. Zuerst ein gutes Stück Autobahn. Dann über Landesstrassen/Bundesstrassen ein Wechsel Deutschland/Frankreich/Deutschland. Mittagspause zu Beginn des Schwarzwaldes. Roland möchte auf schnellstem, direkten Weg (Autobahn) gen Bad Wörishofen. Anderseits war die Strecke durch den Schwarzwald die Motivation nicht gleich von Amsterdam auf der Autobahn nach Hause zu fahren. Ein kleiner Kompromiss: eine kleine Strecke der Schwarzwaldhochstrasse wird genommen. Aufgehalten durch Baustellen und Freitagnachmittagverkehr, nahmen wir alsbald wieder den Weg auf die Autobahn. Wo es auch kurz vor Ziel wieder heftig zu regnen begonnen hat. Hotel Löwenbräu – an 18.00 Uhr – (nicht im Garmin enthalten) ist jedenfalls einen Aufenthalt wert. Gutes Essen. Gutes Bier. Freundliches Service. Zimmer o.k.
16. Tag: 23.7.2011
Bad Wörishofen – Berghof (Gröbming) 330 KM
Ab 09.00 Uhr. Regen. Griff- und Sitzheizung machen Dienst. Angedachte Tour via Krimml und Mittersill fällt aus. Zuerst fährt Roland ‚kürzeste Strecke‘ über kleine Landesstrassen. Nach gefühlten 100 Kirchtürmen und einem kleinen Stopp zum Trocknen der Visiere nimmt er ’schnellsten Weg‘ (Bundesstrassen) auf die Autobahn, aber nicht via München. Auf der Autobahn mehrmals Stau (nach dem Stauende aber nicht zu erkennen warum!), Regen bis zur österreichischen Grenze. Positiv: Mopeds können auch zwischen den Autos – Rettungsstrasse funktioniert in Deutschland – bzw. kurzfristig den Pannenstreifen nutzen. Nach der Grenze – kurze Rast für soup of the day – Bundesstrasse bis Berghof. Wetter und Strecke optimal. Wehmut kommt auf. So hätt’s die letzten zwei Tage sein sollen/können.
Berghof an 14.45. Dort wartet für Christian und Kurt eine Überraschung. Ihre Frauen hatten bereits Quartier bezogen, und die erste Runde Bier bereits bereitstellen lassen. Nach der zweiten Runde war der bestelle Bademantel im Zimmer und es wurde die Sauna genutzt. Das Abendessen konnte nicht pünktlich eingenommen werden. Nach der zweiten Runde wurde noch weiter konsumiert, inkl. Hausschnaps. Und den hat nicht jedermann/frau vertragen…..
17. Tag: 24.7.2011
Berghof – Wien 330 KM
Ab 10.00 Uhr. Regen. Kalt. Saukalt. + 7,5 Grad. Heizung wird aktiviert. Via Autobahn direkt nach Hause. Letztes Treffen Raststation Schottwien. Nach dem Semmering freundliches Wetter. Die vierspurige Autobahn lädt zu einem letzten Test (242 km/h) ein 🙂
Schöner Urlaub. Mit einem komfortablen Moped ohne jedes Zwicken zu genießen. Griff- und Sitzheizung im Hochsommer ist auch was Wunderbares. Organisation von Franziska top. Ohne die Autobegleitung von Helga und Wickerl (pro Person wurden zwischen 5 (?!) und 12(!?) KG Gebäck befördert), wär’s nicht so komfortable, oder gar un- möglich gewesen. Die 9 Motorräder haben sich bei den Ausfahrten zweimal kurz verloren. Obwohl sich 14 Individuen – 9 BIKER – (einander gekannt hat ein jeder jeden, aber gemeinsam noch nie unterwegs) zusammengetroffen haben, hat’s tadellos funktioniert. Schottland ist – ähnlich der Schweiz – nicht ganz billig.