2017 Franz. Alpen

24.August – 4.September 2017
insgesamt 2699 KM
Mit dabei: Froschi (Kawasaki ER 6), Alfred  (BMW R 1200 RT),  und myself BMW K 1600 GT)
Sabine & Sigi sollten eigentlich auch dabei sein. Allein Sigi hat sich beim Kofferpacken einen Leistenbruch zugezogen…. Die Bahnkarten konnte Froschi noch einen interessierten verkaufen.
Obwohl Schlafwagen war schlafen nicht wirklich
1. Tag: 25.8.2017 300 KM Feldkirch – Visp (Schweiz)
Ab von Feldkirch über den Sust
erpass. Sollte man(N)/Frau schon mal fahren. Noch dazu bei so herrlichem Wetter wie an diesem Tag. Beim Grimsel Pass (ebenfalls super schön zu fahren) machten wir Mittagstation. Wir konnten uns erstmalig mit den zu erwartenden Preisen bei Speis und Getrank vertraut machen. € 4,– für ein Glas Wasser. Worauf Froschi der verdutzen Wirtin – welche sicher einiges gewohnt ist – mitteilte: wenn ich nochmals auf die Welt komme werde ich Metereolüge oder Schweizer
Zufahrt nach Visp (Hotel Visperhof; alles ok) zach und heiß. Bis zu 32,5 Grad. Abendessen: Fondue
und ein paar ‚Humpen‘ (=großes Bier; Stange = kleines Bier) € 46,-

2. Tag: 26.8.2017 293 KM Visp – Val dʼIsère (Frankreich)
Bis zur Zufahrt zum Großen San Bernadino Kreisverkehr an Kreisverkehr. Zach. Danach: eine Reise wert! Fredi passierte (das erste) Hoppala: Bei einer kurzen Pause wegen einer Umleitung rutschte er beim Abstellen des Motorrades aus… und kegelte auch Froschi (ebenfalls keine Steherqualitäten 🙂 um Wetter wieder sehr schön. Bis zu 29 Grad. Am San Bernadino 10 Grad. (welcher auf italienischer Seite besser/schöner zu fahren ist.)
Zum Genießen.
Im Hotel (Le Fornet; empfehlenswert) gibts leider kein (Abend)Essen. per Taxi – um  € 10,– ins Zentrum. Weinfondue inkl. ein paar Gläschen Wein € 50,–
3. Tag: 27.8.2017 268 KM Val dʼIsère – Uriage-les-Bains (Frankreich)
Der erste Berg – Berg Col De I’seran – einfach prächtig. Col Du Télégraphe sehr viel Verkehr. Auch Radfahrer. Col Du Galibier. Col Du Lautaret. Alpe D’Huez – das Dach der (Radfahrer)Tour kann man schon mitnehmen. Als Biker vl nicht so berauschend. Villard-Notre-Dame viel der Weigerung vom Froschi zum Opfer. Grand Hôtel Restaurant Les Terrasses einfach top. Owa: ein Bierchen € 10,– (wiewohl es war sehr gut!)

4. Tag: 28.8.2017 272 KM Uriage-les-Bains – Saint-Disdier-en-Dévoluy (Frankreich)
Irgendwie hat – bei einigen Tropfen Regen – die Streckenführung (verfahrer trotz Navi) bis/über Grenoble nicht gepasst. Danach einer der besten Biker-Tage ever. (es sollten weitere folgen!) Langgezogene Kurven, ein paar engere Kurven, vereinzelte Spitzkehren..   Hotel La Neyrette inmitten der Strecke und der Berge. Beeindruckend. Bei der Zimmernvergabe wurden wir offenbar als ‚1-Tages-Gäste‘ nicht bevorzugt (lt. Bilder der HP gibt’s renoviertere Zimmer). Kleine Dusche mit Vorhang. Das geht gar nicht ;-(

5. Tag: 29.8.2017 242 KM Saint-Disdier-en-Dévoluy – Annot (Frankreich)
Kurve folgt an Kurve….Col de Vars, Col de la Cayolle, traumhaft, Wetter wieder perfekt; bis kurz vor Hotel L’Avenue
, dann gabs bis zu 34 Grad. Zum Hotel ist anzumerken Speisekarte gibts nicht. Aber das servierte Essen ist hervorragend.
Die in den ersten Tagen von Froschi geäußerte Kritik ich sei zu langsam widerlegt die Tatsache, dass sich meine Schuhe allein durch den Fahrtwind aufzulösen begannen…. Der Wirt besorgte Superkleber und alles war wieder gut

6. Tag: 30.8.2017 177 KM  Verdon Schlucht
Froschi – oder ist es doch sein Navi ? – halten sich nicht an die akkordierte und in alle drei Garmin eingespielte Tour. Es kam der Verdacht auf, Froschi kann nicht mal ohne Verfahrer im Kreis fahren. Die Runde selbst ist traumhaft (wie das Wetter) Leider leidet die Vegetation an mangelndem Regen und es ist vieles einfach ausgedorrt. Heiß. Bis zu 35 Grad.
Im Hotel werden wir zum zweiten Mal auf die ‚Grandes Alpes‘ angesprochen bzw. aufgeklärt. Wir drei müssen eingestehen, dass wir selbst noch nie was davor gehört oder gelesen hatten.
Sie gehört wie die Dolomiten zum Pflichtprogramm eines jeden Bikerlebens: die „Route des Grandes Alpes“. Sie verbindet die französische Haute-Savoie mit allen namhaften Pässen der Seealpen, sie schwingt durch die Haute-Provence bis zur Küste der legendären Cote d’Azur. Sie verspricht Kurvengenuss auf vielen Hundert Kilometern – und sie hält dieses Versprechen …
Nach kurzem Check unserer Tour konnten wir feststellen, dass wir viele Berge/Pässe der Tour Grandes Alpes in unserem Programm haben 🙂 🙂

7. Tag: 31.8.2017 0 KM Pausetach (dem ältesten Mitfahrer geschuldet;  aus Gründen der Diskretion kein Name dazu)
Frosch (der erfahrenste 🙂 führt uns mit der besorgten City-Karte durchs Zentrum von Annot. Nachdem er mehrmals die Karte herumdreht um die richtige Richtung zu finden und um dann festzustellen, dass es wiederum falsch war, waren Fredi und ich sicher, dass der Garmin von Froschi schon richtig funktioniert (wenn Man(n) ihn richtig bedient….(siehe gestern) Es war auch der erste Tag mit ein paar Regentropfen. Somit bis dahin alles richtig getimt
8. Tag: 1.9.2017 340 KM  Annot – Saint-Jean-de-Maurienne (Frankreich)
Col de la Couillole, herliches Wetter,  Col de la Bonette – Krönung der Tour – 10 Grad, Col de Vars, leider viel der Col D’Izoard
einem Verfahrer von mir zum Opfer. Bei Guillestre links anstatt rechts Richtung Norden abgebogen. Col du Lautaret, Route Du Galibier waren dann wieder ein kurzes aber feines Vergnügen.
Beim Col Du Galibier hatte Fredi sein zweites Hoppala. Beim umdrehen um auch die Spitze des Passes zu erklimmen, schmiss er sein Bike wieder in den Gatsch. Leider war die Hektik größer als die Übersicht. Es gibt wieder kein Foto davon :-*
Col Du Telegraphe war dann noch ein (schönes) kurzes Intermezzo bis 10 KM vor Hotel eine nicht weiter beschilderte Umleitung uns zu weiteren 12 KM Umweg ‚einlud‘. Eine wenig begeisternde Berg-Single Route zu einem offenbar ‚echten‘ (Radfahrer) Bike-Hotel Hôtel Saint-Georges. Muss Man(n) auch nicht nochmals buchen. Auch die externe Essensempfehlung war not the yellow of the egg.

9. Tag: 2.9.2017 206 KM  Saint-Jean-de-Maurienne – Martigny-Ville (Schweiz)
Abfahrt bei wenigen tropfen Regen. Dann Regen, Trocken. (kurzer) stark Regen. Und dann kurz wieder alles durcheinander nochmals. 15 Grad. Bis zum Col de la Madeleine schöne Kurven, Kleine Kurven. Große Kurven. Ein paar Spitzkehren. Also wieder für an jeden ois dabei. Frosch (und sein Navi) machten keinen Patzer. Top Leistung. Das Martigny Boutique-Hôtel zeichnet sich nebst perfekten Zimmer, perfekter Küche (Thunfisch als Vorspeise !!) durch seine soziale Komponente aus. (Geistig) Behinderte werden im Service eingesetzt/integriert. TOP.

10. Tag: 3.9.2017 326 KM Martigny-Ville – Prata (Italien)
Die vielleicht fadeste Strecke bis dahin. ‚Höhepunkt‘ vl die 5 Grad am Passo della Novena. Da waren auch wieder ein paar Kurven. Der ‚kleine‘ San Bernadino ist ja auch noch schmuck. Allein der Splügenpass ist ja wohl DIE Enttäuschung der Tour. 2004 bei meiner ersten Tour sah ich das noch anders. Ich glaub die haben entweder den Berg versetzt, die Straßenführung anders gemacht odgl. Sollte man(n)/Frau sich in diese Gegend verirren das Agriturismo Al Palaz ist jedenfalls zum Empfehlen. Das mit Abstand billigste Hotel – aber bei weitem nicht das schlechteste.

11. Tag: 4.9.2017 275 KM Prata – Feldkirch
Aufgrund des Bergsturzes bei Bondo (Schweiz) konnten wir die geplante Route nicht fahren. Also zuerst lähmende KM bis Sondrio bzw. Tirano. Kreisverkehr an Kreisverkehr. Viel Verkehr. Deshalb wurde zwischen den Ortschaften ein bisschen gepusht 🙂 Es galt ja den Zug um 22.27 nicht zu versäumen… Lustig das geringe Gewicht (gegenüber Auto) und die Mehr-PS zu nutzen. Bei Tirana – im Zuge einer kurzen Pause – war allerdings Schluss mit Lustig. Froschi, mit seinem Navi offenbar unterbeschäftigt, stellte bei Fredi Ölaustritt bei der Kardanwelle fest. Da ist’s ganz einfach nicht mehr lustig am Gasgriff zu drehen 🙁 Im gezügeltem Tempo (max 80 KM/h) gings zum Bernina Pass (eh schön !) und Albulapass (Schnee am Fahrbahnrand) und ebenfalls zum Empfehlen den einmal gefahren zu haben. Weiter gings dann unspektakulär aber wohlbehalten und sicher nach Feldkirch. Achja, wettertechnisch hatte es am Berg knackige 10 Grad. Im Tal angenehme 24.
Das Bahnhofrestaurant ist keine Empfehlung. Nebst ‚Packerlschnitzel/Käsespätzle‘ verschüttet der Kellner auch das Bier auf seine Gäste. Der I-Punkt ist aber sicherlich der großzügige, gutbesetzte Raucherbereich. Durch denn Nichtraucher aber durch müssen.  Es gilt auch zu überlegen/beachten, dass viele Stunden Wartezeit zum Heimtransport anfallen. Beim nächsten Mal wird keine Zugsfahrt nach Hause gebucht.
Fazit: nur wer die franz. Alpen noch nicht gefahren ist, ist von Südtirol begeistert.